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Ludwig Döbler (1801 - 1864)

 


Ludwig Döbler, 1845,
Lithographie von Josef Kriehuber

Döbler hatte als Zauberkünstler europäische Berühmtheit erlangt, war Ehrenbürger von Berlin, Ofen und Pest und Inhaber vieler Auszeichnungen. Seine erste Vorstellung gab er 1826 in Wien. Sein Paradestück war "Floras Spende". Döbler hatte einen leeren Hut in der Hand, in dem plötzlich wie durch ein zauberhaftes Kommando Unmengen von kleinen reizenden Blumensträußen erschienen. An jedem Sträußchen hing noch dazu ein Kärtchen mit einem netten Vers. "Hier ein Sträußchen, da ei Sträußchen.., noch ein Sträußchen" wurd zu einer stehenden Redensart in Wien.

 

Im Jahre 1831 hielt Döbler einen Vortrag in Weimar, dem Goethe mit seinem Besuch beehrte. Der Dichterfürst zollte ihm uneingeschränkte Bewunderung und schrieb ihm die Worte ins Stambuch:

"Bedarf's noch ein Diplom besiegelt?
Unmöglich hast du uns vorgespiegelt!"


Als eines Tages die Kaiserin bei einer Fahrt durch Wien Döbler begegnete, hatte sie plötzlich ein Kind auf dem Schoß sitzen.So und durch andere Possen hate es sich Döbler mit den Herren am Kaiserhofe verscherzt und musste Wien zu einer bestimmten Stunde verlassen. Bei allen vier Stadttoren achteten die Wächter auf seine Ausreise. Und denkt euch, zur selben Stunde sahen sie an allen vier Toren den Zauberkünstler in einer Kutsche aus der Stadt fahren.

 

Döbler kaufte 1847 das Schloss Klafterbrunn bei Rotheau und war von 1850 bis 1853 der erste Bürgermeister von Traisen und Eschenau. Der berühmte zaubernde Schlossherr ist auch heute noch nicht völlig vergessen. Er spielt in vielen Geschichten, die man daund dort in Rotheau und Traisen noch hören kann.

 

  • Einmal sah er seine Knechte und Mägde beim Heuwenden. Er wollte ihnen die Arbeit ersparen, schnippte mit den Fingern, und im Augbenblick kam ein heftiger Wind, der das Heu an den Rand der Wiese trug. Dort blieb es hängen.
  • Ein anderes Mal ließ er es über einer Wiese regnen, und dabei war am Himel nicht ein eiziges Wölkchen zu sehen.
  • Eine Karosse fuhr schneidig und elegant um den Luisenhof. Plötzlich stand das Gefährt, so sehr sich auch Kutscher und Pferde bemühten, sie brachten es nicht vom Fleck, denn die Räder drehten sich in verkehrter Richtung. Die Ursache suchte mann sogleich bei Döbler. Man bat Ihn zur Kutsche her. Er kam auch, aber nun bewegten sich die Räder überhaupt nicht mehr. Döbler gab dem Kutscher den Rat, von jedem Rad diejenige Speicher herauszunehmen, die der Wagner zuerst angebracht hatte. Auf den Einwand, daß man das ja nicht wisse, antwortete er, dann müssten sie eben alle Speichen ausprobieren. Der Kutscher probierte an den Rädern herum, da entfernte sich Döbler und auf einmal bewegten sich wieder alle Räder.

 

(Nach Heimatkunde des Bezirks Lilienfeld, 2. Band: Heimatsagen von Walter Sachs, 3. Band: Der Zauberkünstler Ludwig Döbler von Abt Mussbacher)
Quelle: Lettner Franz (o.J.): Heimatbuch der Marktgemeinde Traisen.

 

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